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Vortrag Fleur Keller von Hascher Jehle Architekten im Energiedesign-Center
Beginn Datum
28.01.10
Beginn Uhrzeit
18:00 Uhr
Ende
28.01.10, 21:00 Uhr
Ort
EDC Berlin - Im Spreekarree - Friedrichstraße 136 - D-10117 Berlin

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„Nachhaltigkeit entwickeln wir mit Konzepten, die sich den örtlichen und klimatischen Verhältnissen auf intelligente Weise anpassen und somit die ortsspezifischen, energetischen Potentiale nutzen – immer wieder anders, da es eben nicht die eine, immer richtige, Lösung gibt“

Unter diesem Motto von Hascher Jehle Architekten wird deren Abteilungsleiterin für Wettbewerb und Entwurf, Fleur Keller, am Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 18 Uhr einen Werkvortrag im EDC-Berlin halten. Die Architektin, seit 2006 Partnerin des renommierten Architekturbüros und Gründungsmitglied der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V.), wird zwei interessante Gebäude präsentieren:

Das 380 m lange viergeschossige Bürogebäude der FinanzIT Hannover (nahe dem Messegelände) orientiert sich zur freien Landschaft im Süden. Es verzahnt sich fingerartig mit einem neuen Grünzug. Das Konzept terrassenförmiger Bürolandschaften in drei begrünten Glashallen ermöglicht die passive Solarenergienutzung und minimiert so den Energiebedarf. T-förmige Kombibüroeinheiten für 1.850 Mitarbeiter mit hoher Flexibilität und Gemeinschaftszonen mit Besprechungsecken prägen die Baustruktur.

Der skulpturale, dreidimensional geformte Hochhausbaukörper des Q-tel Headquarters in Doha/Qatar bildet eine identitätsstiftende Landmarke, die mit modernster Technologie einen unmittelbaren Kontext zur arabischen Kultur herstellt. Die zweifach gekrümmten Flächen aus Schalen und Seilnetzstrukturen mit ihren Assoziationen zu der vielfältigen Zeltarchitektur in den Arabischen Emiraten verknüpfen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einer kompositorischen Einheit. Sie sind darüber hinaus zentrale Elemente des Energiekonzeptes für das Gebäude des Telekommunikationsunternehmens Q-tel.

Die an den Fassaden eingesetzten Photovoltaikelemente wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um – und vermindern dadurch, dass sie die Fassade verschatten, die Kühllasten der Räume. Ihr Grundstoff ist Sand in Form von Glas und Silizium. Sie haben ein ähnliches Erscheinungsbild wie die Glasfassade, zeigen aber dennoch ihre ganz eigene Struktur. Die Photovoltaik ist in diesem Fall eine idealtypische Symbiose aus Form und Funktion.

Über ihre Tätigkeit als Architektin hinaus, hat sich Fleur Keller außerdem als freie Autorin diverser Architekturbeiträge in Buchveröffentlichungen und Fachzeitschriften einen Namen gemacht.

 
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