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News

09.06.2010

International und hochkarätig besetztes Symposium zur nachhaltigen Stadtentwicklung im Energiedesign-Center

Schon oft haben Besucher der Veranstaltungen im Energiedesign-Center Berlin die Aktualität der Themen, den hohen Informationsgehalt der Beiträge, die persönliche Atmosphäre und die Möglichkeiten zum Networking hervorgehoben. So auch am vergangenen Donnerstag zur Auftaktveranstaltung zur summer-academy ars berlin 2010. Ca. 70 Gäste, darunter viele Studenten aus New York, erlebten ein hochinteressantes und vielfältiges Programm. Prof. Robert Demel, Organisator der summer-academy und Moderator des Symposiums sagte begeistert: Wo hat man schon die Möglichkeit, sich innerhalb von fünf Stunden so komprimiert und konzentriert zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung zu informieren und gleich wieder neue Projekte anzustoßen?

Nach dem Vortrag zur Geschichte des Berliner Spreeareals von Prof. Dorothee Dubrau (Beuth-Hochschule Berlin) stellte Takis Sgouros (Leiter der Architekturwerkstatt der Senatsverwaltung Berlin) die offiziellen Planungen des Senats für dieses Gebiet vor. Passend dazu präsentierte Philippe Schmidt von der Bauhaus Universität Weimar frische Ideen von Studenten des Instituts für Europäische Urbanistik für das Spreeareal, die diese unter sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten entwickelt haben. Der in urban dialogues erfahrene Architekt und Raumplaner Dr. Hartmut Arras zeigte anschließend auf, durch welche Einrichtungen und Instrumente (bsp. Stadtforum Berlin) man die verschiedenen Akteure an einen Tisch holt, um eine erfolgreiche Stadtentwicklung zu erreichen. Ein weiteres Highlight war der Vortrag des renommierten amerikanischen Architekten und Stadtplaners Professor Dr. Ron Shiffman mit seinem Vortrag "The Importance of Participation“. Shiffman ist Präsident des New Yorker Pratt Center for Community Development. Er hat eine Vielzahl von Stadterneuerungsstrategien und Modellprojekte in den USA entwickelt.

Zwei Klimaforscher ergänzten das Program. Stéphane Hallegatte vom CIRED-Institut aus Paris fragte in seinem Vortrag, wie der Energieverbrauch in Städten verringert werden kann und ob vielleicht eine CO2-Steuer der richtige Weg ist. Er hat sich u.a. auch mit seinen Grafiken einen Namen gemacht, die eindrucksvoll die Verschiebungen der Klimazonen in der Zukunft darstellen. Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Bereich Konsum- und Lebensstilforschung, zeigte Möglichkeiten auf, wie eine zukünftige CO2-reduzierte bzw. klimaverträgliche Gesellschaft aussehen könnte.

Die Ergebnisse des summer academy-Workshops werden am 30. Juni 2010 bei der Abschlussfeier in den Räumlichkeiten des Suhrkamp Verlags Berlin vorgestellt.

 
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